Der Inklingspreis 2024 geht an …

Es ist uns eine Freude, nach Jahren, in denen der Inklingspreis geruht hat, in diesem Jahr wieder Preistragende bekanntzugeben.

Der Inklings-Preis wird nunmehr jährlich zur Förderung und Vermehrung der Phantastik und ihrer Erforschung von der Inklings-Gesellschaft für Literatur und Ästhetik e.V. verliehen. Der Preis besteht 2024 aus einer Medaille, einer Urkunde sowie einem Preisgeld von jeweils 500€.

Nachdem die Einreichungsfrist für den Inklingspreis in den Kategorien „Wissenschaftliches“ und „Kreatives“ am 1. Oktober 2023 endete, sichteten unsere jeweiligen Jurys die eingereichten Werke. Und die Preistragenden sind für das Jahr 2024:

In der „Wissenschaftsklasse“ haben sich die Jury-Mitglieder Prof. Dr. Marion Gymnich (Bonn), Prof. Dr. Thomas Honegger (Jena), Prof. Dr. Matthias Hurst (Berlin) und Prof. Dr. Dieter Petzold (Erlangen-Nürnberg) für Dr. Richard Z. Gallant und seine Promotionsarbeit „Germanic Heroes, Courage and Fate: Northern Narratives of J. R. R. Tolkien’s Legendarium“ entschieden.

Dr. Richard Z: Gallant sitzt in einem braunen Jackett vor einem weißen Hintergrund und lächelt in die Kamera.

Klappentext:

The theory of Northern Courage was J. R.R. Tolkien’s designation for the heroic ethos found in ‚Germanic‘ or Northern heroic lays and epics. Tolkien admired the nobility of the old heroes, such as Beowulf, but wrestled with the inherent cruelty of the Welands, Ingelds, and Gunnars that is also expressed within this heroic framework. This volume explores the means in which this conflict of nobility and cruelty, virtue and vice, expresses itself in Tolkien’s narrative fiction. Such means include the use of secondary-world chroniclers narrating a secondary-world history and tales to a secondary-world audience through illustrative narratives that dramatize the moral and ideological views of the narrators themselves. The narratives are often tragic, but they serve to highlight the different aspects of Northern courage through the examples of the Fingolfians, Fëanorians, and subsequently the Edain and Dúnedain. The moral and ideological views expressed by these secondary-world narrators parallel Tolkien’s own personal correspondence and academic essays, which also criticized the vices and praised the virtues of Northern courage.

In der „Kreativklasse“ haben Friedhelm Schneidewind (Schriftsteller und Dozent), Prof. Dr. Kai Focke (Dozent und Schriftsteller) sowie Dr. Frank Weinreich (Schriftsteller und Lektor) die unzähligen Einreichungen gesichtet und sich nach viel Austausch für den Einzelband „Schildmaid: Das Lied der Skaldin“ von Judith C. und Christian Vogt entschieden.

Judith C. Vogt und Christian Vogt sitzen mit Ausgaben ihres Buches "Schildmaid"" vor einem Poster von Piper Fantasy - "Dein Zuhause für phantastische Literatur.

Klappentext:

Eine göttliche Stimme aus der tiefgrünen See.
Ein blaues Segel in einem Traum.
Und der Aufbruch zu einer Reise, von der es kein Zurück mehr gibt …

Seit sieben Jahren baut die Einzelgängerin Eyvor ein Drachenboot in einem Fjord. Als sich immer mehr Außenseiterinnen um sie scharen, wird sie unerwartet zur Kapitänin eines Schiffes, das eigentlich niemals in See stechen sollte.
Die Letzte, die sich ihr anschließt, ist Herdis, das Krähenkind: Verfolgt von Berserkern zwingt sie die Gruppe zum Aufbruch. Es beginnt ein tödliches Wettrennen vom skandinavischen Festland bis ins Land der Eisriesen hinein, an dessen Ende nichts Geringeres droht als Ragnarök, das Weltenende selbst.

Mystisch, mitreißend und abenteuerlich: eine moderne Neuinterpretation nordischer Sagen.

Wir freuen uns sehr, dass diese beiden Werke für den Inklingspreis eingereicht wurden und gratulieren den Preistragenden! Im Rahmen des Symposiums 2024, das vom 3. bis 5. Mai auf Schloss Malberg ausgerichtet wird, findet die feierliche Verleihung des Preises mit einer kurzen Lesung aus der Doktorarbeit bzw. dem Roman statt. Weitere Informationen werden in Kürze mit dem Programm veröffentlicht.

Updates:

Am 3. April 2024 hat „Buchmarkt – das Ideenmagazin für den Buchhandel“ über den Inklingspreis für „Schildmaid“ von Judith C. und Christian Vogt berichtet.